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SOLOREISEN (ALS FRAU)

Oft bekomme ich folgende Fragen und Aussagen zu hören:

  • Fährst du allein in den Urlaub?

  • Was, ganz alleine? Das könnte ich nicht!

  • Fühlst du dich nicht einsam so auf Reisen?

  • Was machst du denn dann den ganzen Tag?

  • Hast du nicht Angst- du bist ja ganz alleine...

  • Karo, pass als alleinreisende Frau ein bisschen auf dich auf.

Okay, das hört sich ja alles erstmal angsteinflößend an. Doch allein zu reisen, das hat

eine Menge Vorteile und die sind  gar nicht mal so klein.

  1.  Du bist der Bestimmer!

Prinzipiell folgt der Mensch immer einer Gruppe, denn er braucht die Zugehörigkeit.

Beim Reisen kannst du mit dieser Regel aber brechen, denn du kannst endlich das tun,

worauf du so richtig Lust hast.

Wenn du allein reist, dann gibt es nur dich und du

kannst dich morgens fragen, worauf du heute Lust hast und was du erleben magst.

DU allein spielst die Hauptrolle in deinem Leben und du wirst merken, wie sehr es dich

voran bringt, wenn du dich einmal in den Mittelpunkt stellst und aufhörst immer nur

auf die Meinung anderer zu hören.

Reisen soll dich und dein Bewusstsein erweitern und dabei steht eben im Vordergrund

welche Erfahrungen DU für dein Leben machen willst und vor allem machen musst,

um dich weiterzuentwickeln.

Dein Selbstbewusstsein wird es dir danken. DU kannst alles schaffen, was DU willst!

​   2.  Du lernst soviel Neues!

Was, du kannst die Sprache in deinem Reiseland noch gar nicht richtig? Du weißt gar

nicht wie du kommunizieren sollst?

Ganz einfach! Mit Händen und Füßen verstehen wir uns überall auf der Welt und auch

ein Lächeln wird jeder deuten können. Sei offen für Neues!!! Du wirst sehen wieviel mehr  du mit anderen Menschen sprechen wirst, wenn du nicht mit deinen deutschen Freunden in deiner Muttersprache kommunizierst. Neue Vokabeln, eine neue Kultur- du wirst

überrascht sein, welche Türen sich dir öffnen.

 3. Du traust dich Sachen, die du sonst nie machen würdest!

Vom Boot ins Meer springen, welches 5m über der Oberfläche ist? Schnorcheln

im offenen Meer? Mit Delfinen schwimmen? Auf dem Skateboard fahren? In ein

Taxi, in einem fremden Land, steigen? Insekten essen?Ja genau, all diese Dinge

kannst du tun- auch allein. Wer sagt dir, dass du das nicht darfst und kannst?

Niemand. DU bist dein eigener Chef und DU wirst sehen wie sehr du die Welt zu

schätzen lernst, wenn du sie abenteuerlustig entdeckst und vor allem wie stolz

du sein wirst, wenn du Sachen tust, von denen du zuhause noch dachtest, dass

du sie niemals tun würdest.Ich kann dich nur dazu ermutigen, geh raus und

entdecke die Welt!!! 

   4. Neue Menschen kennenlernen, neue Kulturen entdecken und mitten im Getümmel sein!

Wenn du nun plötzlich allein in einem Land bist, dann wirst du dich schnell nach Menschen sehnen, mit denen du sprechen kannst und dabei bist du froh, wenn es der Rezeptionist, der Verkäufer an der Ecke oder auch dein Hostelnachbar ist.

Es ist doch vollkommen egal mit wem du dich unterhälst, was hast du denn zu verlieren? Nichts! 

Wenn du nicht reden willst, ist auch das okay. Manchmal ist es sogar notwendig, dass man sich mit sich allein beschäftigt, um zu reflektieren und vielleicht auch an seinem Mindset zu arbeiten.

Abends jedoch in der Bar mit jemandem ein Bier zu trinken oder sich mit jemandem den Sonnenuntergang gemeinsam anzuschauen, das ist doch einfach wundervoll.

Dabei können Bekanntschaften und Freundschaften entstehen, die du auch, dank Social Media, noch in ein paar Jahren pflegst und mit denen du dich vielleicht sogar auf deiner kommenden Reise triffst.

Es heißt ja nicht, dass du auf deiner Reise einsam sein sollst, nur weil du solo reist.  Du bist außerdem auch niemandem Rechenschaft dafür schuldig, dass du dich mit Menschen unterhälst oder eben auch nicht.

Allein zu reisen, gibt dir auch die Möglichkeit einen Einblick in eine neue Kultur zu bekommen. Ich bin schon so oft mit Einheimischen in Kontakt gekommen, die mir dann das Haus, deren Plantage etc. gezeigt haben und mich zu einem Essen eingeladen haben. DU bekommst doch viel mehr Eindrücke von einem Land oder einer Region, wenn du mitten im Geschehen bist.

Um diese Erfahrungen wirst du dankbar sein.

    5. Bereichernde Gespräche

"Und wie geht es dir heute? "- diese Frage wird dir auf Reisen niemand direkt nach dem

Aufstehen am Bett stellen. Nö, aber vielleicht wird dir die digitale Nomadin beim Hostel-

frühstück sagen, dass du dich gern zu ihr setzen kannst und ihr beginnt ein Gespräch über

eure Herkunft , den gestrigen Sonnenuntergang und was ihr schon auf Reisen erlebt habt und

wie sehr euch das Reisen bereits geprägt hat.

Ist das nicht schön?

Sich mit den eigenen Lebensfragen, der Persönlichkeit und dem Mindset zu beschäftigen,

heißt auch mal andere Sichtweisen zuzulassen und sich darüber in den Austausch zu bringen,

was man im Leben erreichen will und vor allem, was man nicht mehr möchte.

Tiefsinnige Gespräche sind oftmals der Auslöser für die Persönlichkeitsentwicklung und

Selbstliebe, die so wichtig im Leben ist und die ich dir nur empfehlen kann.

    6. Fotos, die eine ganz andere Perspektive zeigen

Wer hat denn die Fotos von dir gemacht, Karo?  Also entweder habe ich sie selbst mit dem

Fernauslöser und einem Stativ gemacht, oder ich bin auf Menschen zugegangen und habe

sie gefragt, ob sie denn ein paar Fotos von mir machen könnten. Klingt unspektakulär, ist aber

für viele eine Überwindung. 

Während eines Ausflugs oder am Abend in der Bar entstehen so oft die lustigsten Selfies mit

anderen.  Zuckersüße Bilder von Kindern, die noch nie eine Kamera hielten und nun versuchten

Bilder mit dem Handy zu machen oder einfach Schnappschüsse mit ungewöhnlichen

Perspektiven, die man selbst so nie aufgenommen hätte.

Jedes Bild erzählt nun seine authentische, eigene Geschichte und du wirst dich stets daran

erinnern. Das ist doch das, was am Ende zählt.

    7. Es gibt nur deine Erzählungen

Manchmal neigen Menschen dazu, dass sie schöne Erinnerungen doch negativer sehen, als sie waren, denn unterschiedliche Bedürfnisse bringen verschiedene Perspektiven mit sich und dann verbreiten sie diese Erzählungen aus ihrer Sichtweise.

Das kann dir aber mit deinen eigenen Erfahrungen nicht passieren, denn nur DU hast sie gemacht und nur du kannst sie aus DEINEM Blickwinkel mitteilen und andere mit deinem Enthusiasmus anstecken. Das Abschweifen in die kleinsten Details ist inklusive.

    8. Dankbarkeit

Seit meiner Kuba- und auch Thailandreise, die ich nicht mehr missen mag, bin ich unendlich dankbar geworden. Ich habe gelernt kleine Dinge nicht mehr als selbstverständlich zu sehen, sondern diese für mich als besonders und wunderschön anzusehen.

Ich bin dankbar, dass meine Familie gesund ist und in meiner Nähe wohnt.

Ich bin dankbar, dass ich eine saubere, trockene, eigene Wohnung habe und ich mir

keine Gedanken machen muss wie ich an eine warme Mahlzeit komme.

Meine Reisen haben mir einfach gezeigt, dass nichts selbstverständlich ist und mein

Leben von jetzt auf gleich beendet sein kann.

Deshalb sollte man jeden Moment schätzen, denn alles hat seinen Sinn und seine

Berechtigung im Leben.

Du wirst dankbarer, wenn du am Strand liegst und dir jemand anbietet auf deine

Sachen zu achten. Du wirst dankbar sein, wenn du dich scheinbar verirrt hast und

dich jemand auf dem Roller mitnimmt.  Dankbarkeit empfindest du dann, wenn du

auf dem Markt noch eine Frucht geschenkt bekommst oder dir während des

Monsunregens ein TukTuk eine Mitfahrmöglichkeit aus dem Dschungel heraus

anbietet. Weißt du, was du automatisch fühlst?

Du siehst all das als großartig an und siehst jede Kleinigkeit als etwas Wunderbares.

Jeder Moment ist so individuell wie die Menschen dieser Erde und deshalb sollten

wir dankbar sein, dass wir all diese Erfahrungen machen dürfen.

Meinen Eltern war es nicht so einfach möglich sich in ein Flugzeug zu setzen, von meinen Großeltern ganz zu schweigen. Das nun nicht zu nutzen, weil ich alleine reisen würde, weil ich das sogar genieße und mich damit enorm weiterentwickelt habe und Freundschaften für das Leben geknüpft habe, das kommt nicht infrage.

 Ich kann es nur jedem empfehlen allein zu reisen, es wird eine andere Erfahrung, weil du dich selbst anders entdecken wirst und für dich Entscheidungen treffen wirst, die du sonst von anderen Menschen abhängig machst.Du wirst entdecken, dass die Welt wie ein Buch ist, welche Seiten du zu schreiben hast. 

 

Mein Tipp: Als alleinreisende Frau würde ich abends nicht allein in eine Bar gehen und Alkohol trinken, ich würde genau auswählen mit wem ich diese Besuche einer Bar mache und wem ich vorab was erzähle. Natürlich  solltest du dich nicht einschränken, aber schau dich immer mal um. 

Abschließend möchte ich dir sagen: Deine Intuition wird dir deinen Weg schon weisen, denn unser Bauchgefühl trügt uns so gut wie nie. Wir müssen nur öfter darauf hören, anstatt uns Szenarien im Kopf durchzuspielen.

Gib dir einen Ruck und zieh los!

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